Beobachter: | Alexander Pikhard | ||||||||||||||
Datum: | 22. 04. 2006 | ||||||||||||||
Zeit: | 15.00 bis 18.00 MESZ | ||||||||||||||
Ort: | Easter Star Party 2006 / Hohe Wand, Gasthof Postl | ||||||||||||||
Instrument: | Canon EOS 350D an diversen Instrumenten | ||||||||||||||
Bedingungen: |
| ||||||||||||||
Bericht: |
Im Rahmen der Easter Star Party 2006 habe ich auch Gelegenheit, an Thomas Schröfls Refraktor die Sonne mit zwei bemerkenswerten Filtern aufzunehmen. Zuerst mit einem H-alpha System von Lille mit ca. 0,8 A HWB. Ich mache ein Komposit, das die Oberflächenstrukturen sowie eine ganz prächtige Protuberanz gut herausbringt.
Dann mit einem Baader K-Line Filter mit Durchlaß bei den beiden Ca-Linien bei 393 und 396nm. Es handelt sich um einen recht breitbandigen Filter [8 nm], daher sind Strukturen in der extrem dunkelvioletten Sonne kaum auszumachen. Zitat Mario Weigand: " Einen kleinen Nachteil hat der Filter gegenüber den teureren Systemen: der Filter hat einen wesentlich breiteren Durchlaß, weswegen der Kontrast auf der Kalzium-Linie geringer ist, als zum beispiel beim CaK-PST. Im Hinblick auf das Preis-/Leistungsverhältnis haben beide Systeme Sinn."
Bei genauer Betrachtung sieht man schon Chromosphärenstrukturen. Man bedenke, dass die Aufname mit einer Belichtungszeit von 1/10 Sekunde bei 800 ISO gewonnen wurde - so dunkel ist das CaII Bild schon bei einem derart breitbandigem Filter! Der Kontrast wurde übrigens extrem erhöht, viel mehr als bei einer herkömmlichen Aufnahme. CaII-Beobachtung der Sonne ist also wirklich nur etwas für absolute Sonnenfreaks! |