Reizvoll und Lehrreich
Begegnungen von Mond und Planeten
Alexander Pikhard
Begegnungen des Mondes mit hellen Planeten zählen zwar nicht zu
den seltenen, aber immerhin zu den reizvollen Himmelserscheinungen.
Speziell in der Abend- oder Morgendämmerung können sie zu sehr
reizvollen Fotomotiven werden oder einfach nur für einen besonders
romantischen Himmelsanblick sorgen. Dabei sind diese Begegnungen
durchaus lehrreich. Sie sind nicht nur hilfreich beim Auffinden der
Planeten, sondern sagen einiges über deren aktuelle Sichtbarkeit aus.
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Wer wem wann begegnet
Auf seinem Lauf über den Sternenhimmel, einmal in 27,3 Tagen, begegnet der Mond
einigen wenigen helleren Sternen (Aldebaran, Regulus, Spica und Antares) sowie fallweise
einem der hellen Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Diese Begegnungen sind
nicht regelmäßig.
Merkur und Venus sind stets nur in der Abend- oder Morgendämmerung zu sehen,
je nachdem, ob sie sich gerade in einer Abend- oder Morgensichtbarkeit befinden.
Abendsichtbarkeiten sind in unseren Breiten nur in der ersten Jahreshälfte
günstig, Morgensichtbarkeiten in der zweiten. Demzufolge kann es nur Begegnungen
des jungen, zunehmenden Mondes mit diesen Planeten in einer Abendsichtbarkeit
geben und Begegnungen des alten, abnehmenden Mondes in einer Morgensichtbarkeit.
Mars, Jupiter und Saturn kann der Mond zu allen Phasen
begegnen, auch bei Vollmond; letzteres, wenn diese äußeren Planeten in Opposition
zur Sonne stehen. Da diese Planeten stets am Morgenhimmel auftauchen, kommt es
zunächst zu Begegnungen mit dem abnehmenden Mond. Da die Planeten am Ende ihrer
Sichtbarkeit am Abendhimmel verschwinden, zieren Begegnungen mit dem zunehmenden
Mond den letzten Teil ihrer Sichtbarkeit.
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Die Begegnungen im Jahr 2025
Ausgewählte Begegnungen des Mondes mit den hellen Planeten im Jahr 2025.
Begegnungen in zu großem Abstand oder solche, bei denen die Begegnung selbst
bei uns nicht beobachtbar ist und der Abstand in der Nacht davor oder danach zu
groß ist, werden hier nicht dargestellt. Bitte beachten Sie, dass in den
Simulationen der Mond dreifach vergrößert dargestellt wird, um dem
subjektiven Eindruck mit freiem Auge ("Mondtäuschung") besser zu entsprechen.
Somit erscheint der Abstand Mond - Planet hier enger als er tatsächlich ist.
Januar 2025
Mond bei Venus, 3. Januar
Abendhimmel am 3. Januar. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Saturn, 4. Januar
Abendhimmel am 4. Januar. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Jupiter, 10./11. Januar
Mitternachtshimmel am 10./11. Januar. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Mars, 13./14. Januar
Mitternachtshimmel am 13./14. Januar. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Saturn, 31. Januar
Abendhimmel am 31. Januar. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Februar 2025
Mond bei Venus und Saturn, 1. Februar
Abendhimmel am 1. Februar. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Jupiter, 6./7. Februar
Mitternachtshimmel am 6./7. Februar. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Mars, 9. Februar
Abendhimmel am 9. Februar. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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März 2025
Mond bei Merkur und Venus, 1. März
Abendhimmel am 1. März. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Jupiter, 6. März
Abendhimmel am 6. März. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Mars, 8./9. März
Mitternachtshimmel am 8./9. März. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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April 2025
Mond bei Mars, 5./6. April
Mitternachtshimmel am 5./6. April. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Venus, 25. April
Morgenhimmel am 25. April. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Jupiter, 30. April
Abendhimmel am 30. April. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mai 2025
Mond bei Mars, 3./4. Mai
Mitternachtshimmel am 3./4. Mai. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Venus und Saturn, 23. Mai
Morgenhimmel am 23. Mai. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Venus, 24. Mai
Morgenhimmel am 24. Mai. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Jupiter, 28. Mai
Abendhimmel am 28. Mai. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Juni 2025
Mond bei Mars, 1. Juni
Abendhimmel am 1. Juni. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Saturn, 19. Juni
Morgenhimmel am 19. Juni. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Venus, 22. Juni
Morgenhimmel am 22. Juni. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Mars, 29. Juni
Abendhimmel am 29. Juni. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Juli 2025
Mond bei Saturn, 16. Juli
Morgenhimmel am 16. Juli. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Jupiter, 23. Juli
Morgenhimmel am 23. Juli. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Mars, 28. Juli
Abendhimmel am 28. Juli. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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August 2025
Mond bei Venus und Jupiter, 20. August
Morgenhimmel am 20. August. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Merkur, 22. August
Morgenhimmel am 22. August. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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September 2025
Mond bei Saturn, 8./9. September
Mitternachtshimmel am 8./9. September. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Jupiter, 16. September
Morgenhimmel am 16. September. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Venus, 19. September
Morgenhimmel am 19. September. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Oktober 2025
Mond bei Saturn, 5./6. Oktober
Mitternachtshimmel am 5./6. Oktober. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Jupiter, 13./14. Oktober
Mitternachtshimmel am 13./14. Oktober. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Venus, 19. Oktober
Morgenhimmel am 19. Oktober. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Venus, 20. Oktober
Morgenhimmel am 20. Oktober. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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November 2025
Mond bei Saturn, 2. November
Abendhimmel am 2. November. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Jupiter, 9./10. November
Mitternachtshimmel am 9./10. November. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Mond bei Saturn, 29. November
Abendhimmel am 29. November. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Dezember 2025
Mond bei Jupiter, 8. Dezember
Morgenhimmel am 8. Dezember. Generiert mit Stellarium. Auf das Bild klicken zum Vergrößern.
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Ein paar Grundlagen
Wo finden Begegnungen von Mond und Planeten statt?
Der Mond umkreist die Erde annhähernd in der gleichen Ebene,
in der auch die Planeten die Sonne umkreisen. Somit bewegen sich
sowohl der Mond als auch die Planeten am Himmel in der Nähe der
Sonnenbahn (Ekliptik).
Somit finden wir am Himmel Mond und Planeten stets im Bereich
der Tierkreissternbilder und den angrenzenden Regionen. In diesem
Bereich finden auch Begegnungen von Mond und Planeten statt.
In welchem Abstand begegnet der Mond einem Planeten?
Sowohl die Bahn des Mondes um die Erde als auch jene der
Planeten um die Sonne sind zur Ekliptik geneigt. Die Bahnneigungen
betragen zwar nur wenige Grad, das reicht aber mitunter für einen
erheblichen Abstand. Findet andererseits eine Begegnung nahe der
Stelle statt, an der sich die Bahn des Mondes mit der eines Planeten
kreuzt, kann es sogar zu einer Bedeckung durch den Mond kommen.
Dabei spielt auch die Mondparallaxe eine Rolle (genauer die
äquatoriale Horizontalparallaxe des Mondes). Je nach Ort auf der
Erde erscheint der Mond zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Stellen
des Himmels und dieser Unterschied kann über die ganze Erde das
Vierfache des scheinbaren Monddurchmessers ausmachen! Aus diesem
Grund sind auch Bedeckungen durch den Mond nur in ganz bestimmten
Gebieten der Erde zu sehen.
Es kommt auch auf den genauen Zeitpunkt der Begegnung an.
Der Mond legt am Himmel pro Stunde eine Strecke zurück, die in etwa
seinem scheinbaren Durchmesser entspricht. Bei einer engen Begegnung
um Mitternacht ist der Mond am Abend noch, am Morgen danach schon
wieder recht weit vom Planeten entfernt. Begegnungen, die um die
Mittagszeit stattfinden (und daher bei uns nicht zu sehen sind),
sind am Morgen davor noch nicht, am Abend danach nicht mehr sehr eng.
Wie oft begegnet der Mond einem Planeten?
Der Mond benötigt für einen Umlauf um die Erde, bezogen auf
den Sternenhimmel, 27,32 Tage; nach dieser Zeit steht der Erdtrabant
wieder an der gleichen Stelle des Sternenhimmels (siderischer Monat).
Da sich die Planeten aber ebenfalls vor dem Hintergrund der Sternbilder
bewegen, wenn auch langsamer als der Mond, gilt diese Periode nicht für
Planeten. Bewegt sich ein Planet rückläufig, so vergeht von einer
Begegnung bis zur nächsten weniger als ein siderischer Monat. Bewegt
sich ein Planet rechtläufig, vergeht von einer Begegnung zur
nächsten mehr als ein siderischer Monat.
Da Planeten nicht immer zu sehen sind (Sichtbarkeitsperiode), kann
eine längerfristige Periode der Begegnungen von Mond und Planet nicht
einfach angegeben werden.
Begegnung bei welcher Mondphase?
Die Antwort auf diese Frage hängt eng mit den Sichtbarkeitsperioden
der Planeten zusammen. Ein grundlegender Unterschied ergibt sich zwischen
inneren (unteren) Planeten, die der Sonne näher stehen als die Erde, und
äußeren (oberen) Planeten, die die Sonne in größerer Entfernung als die
Erde umkreisen.
Merkur und Venus
Die inneren Planeten können nur beobachtet werden, wenn sie genügend
Winkelabstand (Elongation) von der Sonne haben. Dieser kann aber nicht
beliebig groß werden. Merkur kann eine maximale Elongation von der Sonne
von 28° erreichen, Venus von 45°. Das limitiert das Mondalter zum Zeitpunkt
einer Begegnung.
Begegnungen zwischen Merkur und Mond sind nur bis etwa zwei Tage nach
Neumond oder ab zwei Tage vor Neumond möglich und sind daher schwierig
zu beobachten. Bei Venus beträgt diese Spanne im günstigsten Fall immerhin
schon knapp dreieinhalb Tage.
Damit können wir relativ einfache Regeln ableiten: Merkur und Venus
begegnen ...
- ... der dünnen, abnehmenden Mondsichel: Morgensichtbarkeit
- ... der dünnen, zunehmenden Mondsichel: Abendsichtbarkeit
Zu beachten ist, dass die sonnennahen Planeten nicht bei jeder größten
Elongation gleich gut zu beobachten sind. Generell gilt, dass Abendsichtbarkeiten
in unseren Breiten in der ersten, Morgensichtbarkeiten in der zweiten
Jahreshälfte gut zu beobachten sind, während Morgensichtbarkeiten in
der ersten und Abendsichtbarkeiten in der zweiten Jahreshälfte
ungünstig sind. Im Fall von Merkur sind Abendsichtbarkeiten im
Zeitraum Juli bis November und Morgensichtbarkeiten im Zeitraum März
bis Juli sogar so gut wie unbeobachtbar, dies gilt demnach auch
für Begegnungen mit dem Mond.
Erschwerend kommt bei Merkur noch der Umstand hinzu, dass er in
für die Nordhalbkugel der Erde günstigen Sichtbarkeiten nur eine maximale
Elongation von der Sonne von 18° erreicht, was Begegnungen mit dem Mond auf den
Zeitraum von knapp eineinhalb Tagen nach bzw. vor Neumond einschränkt -
in unseren Breiten nur sehr selten beobachtbar! Abend- und Morgensichtbarkeiten
mit größerer Elongation von der Sonne als 18° sind leider nur in äquatornahen
Regionen oder auf der Südhalbkugel der Erde gut zu beobachten.
Mars, Jupiter und Saturn
Die Sichtbarkeit äußerer Planeten wird durch das Zusammenspiel der
Bewegungen von Erde und Planet um die Sonne bestimmt. Sie sind unsichtbar,
wenn sie hinter der Sonne stehen (Konjunktion) und am besten beobachtbar,
wenn sie der Sonne gegenüber stehen (Opposition). Es kann Begegnungen
mit dem Mond zu allen Mondphasen geben, auch mit dem Vollmond.
Nachdem sie in Konjunktion mit der Sonne unsichtbar waren, beginnen äußere
Planeten ihre Sichtbarkeit am Morgenhimmel. Dabei gelten in unseren Breiten die
gleichen Regeln wie bei Morgensichtbarkeiten von Merkur und Venus: Günstig in
der zweiten, ungünstig in der ersten Jahreshälfte. Die ersten Begegnungen mit
dem Mond sind solche mit der dünnen, alten (abnehmenden) Mondsichel. Mars ist
am Beginn seiner Sichtbarkeit noch sehr unauffällig, Saturn auffälliger und
Jupiter selbst in dieser Phase schon recht hell.
Die Sichtbarkeit entwickelt sich in der zweiten Nachthälfte, bei jeder
Begegnung mit dem Mond ist dieser weniger alt, der abnehmende Mond weniger
dünn. In dieser Phase sind die Planeten stets rechtläufig, so dass zwischen
zwei Begegnungen mit dem Mond mehr als ein siderischer Monat vergeht.
Um die Opposition verlagert sich die Sichtbarkeit der Planeten recht rasch
auf die ganze Nacht. Nahe der Opposition kommt es zu Begegnungen mit dem
(fast) vollen Mond; ein exaktes Zusammentreffen von Opposition und Vollmond
ist aber eher selten. In dieser Phase sind Mars und Jupiter sehr auffällig.
Saturn könnte allerdings von einem sehr nahe stehenden, vollen Mond überstrahlt
werden.
Nach der Opposition entwickelt sich die Sichtbarkeit äußerer Planeten in
die erste Nachthälfte. Es kommt zu Begegnungen mit dem zunehmenden Mond.
Vor der Konjunktion beenden äußere Planeten ihre Sichtbarkeit am Abendhimmel.
Dabei gelten einmal mehr die gleichen Regeln wie bei den Abendsichtbarkeiten
von Merkur und Venus: Günstig in der ersten, ungünstig in der zweiten Jahreshälfte.
Die letzten Begegnungen mit dem Mond sind solche mit der dünnen, jungen
(zunehmenden) Mondsichel.
Damit können wir relativ einfache Regeln ableiten: Mars, Jupiter und Saturn
begegnen ...
- ... der dünnen, abnehmenden Mondsichel: Beginn der Sichtbarkeit
- ... dem abnehmenden Mond: Frühe Phase vor der Opposition
- ... dem ziemlich vollen Mond: Nahe der Opposition
- ... dem zunehmenden Mond: Späte Phase nach der Opposition
- ... der dünnen, zunehmenden Mondsichel: Ende der Sichtbarkeit
Eine Sichtbarkeitsperiode des Mars dauert 780 Tage, eine des Jupiter
399 Tage und eines des Saturn 378 Tage.
Das hier Gesagte gilt natürlich auch für die beiden fernen Planeten
Uranus und Neptun, allerdings sind diese nicht mit freiem Auge zu sehen
und die Überlegungen daher primär theoretischer Natur.
Ein paar Worte zu den Entfernungen
Auch wenn es manchmal den Anschein erweckt, der Mond komme einem Planeten
sehr nahe: Räumlich ist das natürlich nicht der Fall. Der Mond ist in jedem
Fall das nähere Gestirn und mit einem Abstand von im Schnitt rund 384.000 km
wirklich "nahe" bei der Erde (Raumfahrende mögen dies anders sehen).
Die Planeten sind im Regelfall viel weiter entfernt als der Mond. Ihre
Entfernungen von der Erde schwanken zwar stark, betragen aber:
- Merkur: 77,3 bis 221,9 Mio. km
- Venus: 38,1 bis 261,1 Mio. km
- Mars: 55,7 bis 401,2 Mio. km
- Jupiter: 558,5 bis 968,1 Mio. km
- Saturn: 1.195,5 bis 1.658,5 Mio. km
Selbst bei der größten Annäherung der Venus an die Erde (38,1 Mio. km,
der Planet ist dann aber im Regelfall unbeobachtbar) ist die Entfernung
fast 100 Mal so groß wie jene des Mondes. Zu einer räumliche Annäherung
von Mond und Planeten kommt es daher natürlich nie (genausowenig wie bei
einer scheinbaren Annäherung zweier Planeten am Sternenhimmel).
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